Die Adventszeit naht in großen Schritten, da wird es Zeit, sich mal über eine nette Deko Gedanken zu machen. Und da das Wetter die letzten Tage so trüb ist, bietet es sich doch geradezu an, vor dem warmen Kaminofen gemütlich zu filzen!
Hier kommt die Anleitung für gefilzte Tannenbäume. Man braucht pro Bäumchen etwa 30 g feine Merinowolle in Grün, evtl. Reste in anderen Grüntönen, Pailletten und Perlen zur Verzierung und folgende Schablone:
Die Maße der Schablone (meine ist aus Moosgummi) sind:
17 x 29 cm. Dies ist natürlich nur ein circa-Wert, aber die Proportionen gefallen mir so am besten. Die fertigen Bäume sind dann ungefähr 20 cm hoch.
Die Schablone wird auf die übliche Weise in zwei Lagen kreuzweise mit Wolle belegt. Den unteren Rand habe ich offen gelassen und umgeschlagen, so daß er recht stabil ist.
Die Hohlform wird wie gewohnt fertig gefilzt. Nach dem Walken kann man mit einer scharfen Schere ringsum kleine Einschnitte anbringen und nach außen biegen, dies sind die "Äste". Wer mag, kann zusätzlich den unteren Rand sternförmig einschneiden und die Spitzen nach außen biegen, so bekommt der Baum mehr Standfestigkeit.
Für die Bäumchen mit der Girlande habe ich zuerst die Schablone mit roter Strickfilzwolle umwickelt und dann die grüne Wolle daraufgelegt. Die spätere Außenseite ist also zunächst einmal innen, so verrutscht das Muster nicht.
Nach dem Trocknen habe ich dann noch Pailletten und Perlen daraufgestickt.
Wer mag, kann seinen Bäumchen ja auch eine gekringelte Spitze verpassen. Dazu wird einfach oben ein wenig Wolle über die Schablone hinausgelegt und zu einem "Schnuddel" verfilzt. (wir sagen Schnuddel. Hilfe, wie heißt das denn in Hochdeutsch???)
Viel Vergnügen beim Nacharbeiten,
Petra
Filz und mehr, Tragbares und Schönes, Kuscheliges und Kratziges, Taschen, Schmuck, Accessoires und andere schöne DInge
Gesamtzahl der Seitenaufrufe
Posts mit dem Label Weihnachten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Weihnachten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 15. November 2012
Donnerstag, 11. Oktober 2012
VHS-Kurs - ein Erfolg!
Gestern also fand mein erster VHS-Kurs satt!
Ich war ja ganz schön nervös vor dem Kurs, es hätte so viel schief gehen können!
Meine größte Angst war, daß ich bei der theoretischen Einführung den Faden verliere und daß wir so schnell fertig sind, daß am Ende noch viel zu viel Zeit übrig ist.
Dann kamen mir wieder Zweifel, ob ich dafür überhaupt geeignet bin, habe ich mich womöglich zu weit aus dem Fenster gelehnt???
Nein! Alles Gut. Alles hat geklappt. Alle waren zufrieden und haben ein schönes Teelicht mit nach Hause genommen.
Zwei Teilnehmerinnen (es waren ausnahmslos Frauen) haben sich sogar spontan für den Folgekurs nächsten Mittwoch angemeldet, so daß dieser nun auch voll ausgebucht ist :-) !!
Zu Anfang gab es zwar etwas Verwirrung, weil eine Teilnehmerin noch nicht da war und dann mit ihrer Freundin kam, die sich schon vor Wochen angemeldet hatte, aber bei mir nicht auf der Teilnehmerliste stand. Aber dank Frau Meidhof, die noch ein wenig da blieb um die Formalitäten zu klären, konnten wir sie rasch noch anmelden, obwohl der Kurs eigentlich ausgebucht war. Zum Glück hatte ich genügend Material dabei!
Nach einer "kurzen" theoretischen Einführung über den Filzprozess, die einzelnen Arbeitsschritte, Begriffe, Hilfsmittel, Schablonenmaterial und -berechnung, sowie eine kurze Info über diverse Wollsorten und Qualitäten, legten wir auch gleich los und begannen, die benötigte Wolle für das Windlicht abzureißen. (abzureißen klingt nicht ganz passend, ich finde aber leider kein Synonym dafür)
Hier zeigte sich schon, daß es gut ist zu wissen, daß Wolle (im Kammzug) umso leichter zu reißen ist, je lockerer man sie hält.
Als Übung für das Auslegen fertigte jede Teilnehmerin einen Vorfilz aus grüner Wolle an. Daraus wurde unser Motiv, das Tannenbäumchen, geschnitten. Dieser Vorfilz nimmt so schnell nichts krumm und man konnte sich die schönste Stelle zum Auflegen der Schablone aussuchen.
Dann wurde die Schablone beidseitig mit feiner weißer Merinowolle belegt und das Motiv an entsprechender Stelle platziert. Wer wollte, konnte auch zwei Bäume ausschneiden oder das Motiv noch mit Seidenfasern verzieren.
All dies hat doch erheblich länger gedauert, als ich erwartet hatte! Die Schablonen aus Pappe fingen schon an, sich etwas aufzulösen! Nun mussten wir zügig zu Ende filzen, die Wolle verfestigen, immer wieder das überschüssige Wasser auspressen und neues, warmes Wasser hinzugießen. Nun zeigte sich aber auch der Vorteil der Pappschablone: dadurch, daß sie sich langsam auflöste, hatte die Wolle Spielraum um sich immer fester zusammen zu ziehen. Dies erleichtert am Anfang das Verfestigen der Wolle.
Nun war der Zeitpunkt gekommen, die Schablone zu entfernen, die Hohlform zunächst noch sachte, von innen zu bearbeiten und schließlich die Hülle zu walken und über dem Glas auszuformen.
Nach dem Ausspülen mit ein paar Körnchen Zitronensäure und dem Auszupfen des Randes, konnte das fertige Windlicht nach Belieben noch mit Pailetten und Perlen verziert werden.
Leider ging bei einer Dame (vermutlich beim Entfernen der Schablone???) der Filz völlig aus der Form. Wie traurig! Ich habe bei allen immer wieder kontrolliert und gefühlt und kann mir nicht genau erklären, wann dies passiert ist! Zum Glück habe ich parallel mitgefilzt, so daß ich ihr mein unfertiges Stück zum Weiterbearbeiten geben konnte. Ich hoffe, daß sie dennoch mit einem guten Gefühl aus dem Kursraum nach Hause ging!
Im Eifer des Gefechts habe ich natürlich auch vergessen, Fotos zu machen!! Nächste Woche möchte ich dies unbedingt nachholen. Daher habe ich hir nur ein Foto meiner Windlichter zur Verfügung:
Alles in allem: es hat einen großen Spaß gemacht und ich hoffe, daß alle Teilnehmerinnen wirklich zufrieden waren und einen schönen Abend hatten!
Filzige Grüße,
Petra
Ich war ja ganz schön nervös vor dem Kurs, es hätte so viel schief gehen können!
Meine größte Angst war, daß ich bei der theoretischen Einführung den Faden verliere und daß wir so schnell fertig sind, daß am Ende noch viel zu viel Zeit übrig ist.
Dann kamen mir wieder Zweifel, ob ich dafür überhaupt geeignet bin, habe ich mich womöglich zu weit aus dem Fenster gelehnt???
Nein! Alles Gut. Alles hat geklappt. Alle waren zufrieden und haben ein schönes Teelicht mit nach Hause genommen.
Zwei Teilnehmerinnen (es waren ausnahmslos Frauen) haben sich sogar spontan für den Folgekurs nächsten Mittwoch angemeldet, so daß dieser nun auch voll ausgebucht ist :-) !!
Zu Anfang gab es zwar etwas Verwirrung, weil eine Teilnehmerin noch nicht da war und dann mit ihrer Freundin kam, die sich schon vor Wochen angemeldet hatte, aber bei mir nicht auf der Teilnehmerliste stand. Aber dank Frau Meidhof, die noch ein wenig da blieb um die Formalitäten zu klären, konnten wir sie rasch noch anmelden, obwohl der Kurs eigentlich ausgebucht war. Zum Glück hatte ich genügend Material dabei!
Nach einer "kurzen" theoretischen Einführung über den Filzprozess, die einzelnen Arbeitsschritte, Begriffe, Hilfsmittel, Schablonenmaterial und -berechnung, sowie eine kurze Info über diverse Wollsorten und Qualitäten, legten wir auch gleich los und begannen, die benötigte Wolle für das Windlicht abzureißen. (abzureißen klingt nicht ganz passend, ich finde aber leider kein Synonym dafür)
Hier zeigte sich schon, daß es gut ist zu wissen, daß Wolle (im Kammzug) umso leichter zu reißen ist, je lockerer man sie hält.
Als Übung für das Auslegen fertigte jede Teilnehmerin einen Vorfilz aus grüner Wolle an. Daraus wurde unser Motiv, das Tannenbäumchen, geschnitten. Dieser Vorfilz nimmt so schnell nichts krumm und man konnte sich die schönste Stelle zum Auflegen der Schablone aussuchen.
Dann wurde die Schablone beidseitig mit feiner weißer Merinowolle belegt und das Motiv an entsprechender Stelle platziert. Wer wollte, konnte auch zwei Bäume ausschneiden oder das Motiv noch mit Seidenfasern verzieren.
All dies hat doch erheblich länger gedauert, als ich erwartet hatte! Die Schablonen aus Pappe fingen schon an, sich etwas aufzulösen! Nun mussten wir zügig zu Ende filzen, die Wolle verfestigen, immer wieder das überschüssige Wasser auspressen und neues, warmes Wasser hinzugießen. Nun zeigte sich aber auch der Vorteil der Pappschablone: dadurch, daß sie sich langsam auflöste, hatte die Wolle Spielraum um sich immer fester zusammen zu ziehen. Dies erleichtert am Anfang das Verfestigen der Wolle.
Nun war der Zeitpunkt gekommen, die Schablone zu entfernen, die Hohlform zunächst noch sachte, von innen zu bearbeiten und schließlich die Hülle zu walken und über dem Glas auszuformen.
Nach dem Ausspülen mit ein paar Körnchen Zitronensäure und dem Auszupfen des Randes, konnte das fertige Windlicht nach Belieben noch mit Pailetten und Perlen verziert werden.
Leider ging bei einer Dame (vermutlich beim Entfernen der Schablone???) der Filz völlig aus der Form. Wie traurig! Ich habe bei allen immer wieder kontrolliert und gefühlt und kann mir nicht genau erklären, wann dies passiert ist! Zum Glück habe ich parallel mitgefilzt, so daß ich ihr mein unfertiges Stück zum Weiterbearbeiten geben konnte. Ich hoffe, daß sie dennoch mit einem guten Gefühl aus dem Kursraum nach Hause ging!
Im Eifer des Gefechts habe ich natürlich auch vergessen, Fotos zu machen!! Nächste Woche möchte ich dies unbedingt nachholen. Daher habe ich hir nur ein Foto meiner Windlichter zur Verfügung:
Alles in allem: es hat einen großen Spaß gemacht und ich hoffe, daß alle Teilnehmerinnen wirklich zufrieden waren und einen schönen Abend hatten!
Filzige Grüße,
Petra
Donnerstag, 4. Oktober 2012
VHS-Vorbereitungen laufen...
...und sind auch nahezu abgeschlossen!
Puh! Mir fällt ein Stein vom Herzen, so langsam wächst dann doch die Aufregung vor diesem ersten Kurs. Erfreulicherweise ist er schon lange ausgebucht und es besteht sogar eine Warteliste!
Seit letzter Woche ist auch der zweite Kurs mit sechs Teilnehmerinnen belegt, so daß er planmäßig stattfinden kann. Für kurzentschlossene: es gibt noch zwei freie Plätze!
Ich freue mich schon so sehr darauf!
Nach einer kurzen EInführung in die Technik des Nassfilzens beginnen wir mit der Herstellung eines Vorfilzes um daraus später ein Motiv (hier der Tannenbaum) auszuschneiden. Dann wird das Windlicht mittels Schablone in Hohlfilztechnik erarbeitet. Nach Belieben können Seidenfasern mit verwendet werden. Abschließend wird das Windlicht noch mit Pailetten, Perlen und evtl. Stickereien verziert.
Hier ein kleiner Vorgeschmack, was die Teilnehmerinnen im Anfängerkurs erwartet:
Puh! Mir fällt ein Stein vom Herzen, so langsam wächst dann doch die Aufregung vor diesem ersten Kurs. Erfreulicherweise ist er schon lange ausgebucht und es besteht sogar eine Warteliste!
Seit letzter Woche ist auch der zweite Kurs mit sechs Teilnehmerinnen belegt, so daß er planmäßig stattfinden kann. Für kurzentschlossene: es gibt noch zwei freie Plätze!
Ich freue mich schon so sehr darauf!
Nach einer kurzen EInführung in die Technik des Nassfilzens beginnen wir mit der Herstellung eines Vorfilzes um daraus später ein Motiv (hier der Tannenbaum) auszuschneiden. Dann wird das Windlicht mittels Schablone in Hohlfilztechnik erarbeitet. Nach Belieben können Seidenfasern mit verwendet werden. Abschließend wird das Windlicht noch mit Pailetten, Perlen und evtl. Stickereien verziert.
Hier ein kleiner Vorgeschmack, was die Teilnehmerinnen im Anfängerkurs erwartet:
das noch unverzierte, aber schon fertig gefilzte Windlicht
Filzige Grüße,
Petra
Abonnieren
Kommentare (Atom)


